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Nachhilfe und/oder Lerntherapie - wo genau ist der Unterschied?

Viele Eltern fragen sich, was denn der Unterschied zwischen Nachhilfe und Lerntherapie ist. Hilfreiche Informationen gibt der nachfolgende Artikel.

Nachhilfe

Nachhilfe ist eine Ergänzung zum Schulunterricht und findet außerhalb der regulären Schulzeiten statt. Sie soll helfen, die Lücken im Schulstoff zu schließen. Mit Nachhilfe sollen verschiedene Ziele erreicht werden: zum Beispiel die Versetzung in die nächste Klasse, der Ausgleich kleinerer Lernschwierigkeiten, Verständnisprobleme durch andere Lösungswege klären oder einen durch längere Fehlzeiten in der Schule versäumten Unterrichtsstoff aufzuholen.

Grundsätzlich sind auch in den Fächern, in denen Nachhilfe benötigt wird, gute fachliche Grundlagen vorhanden. Lesen, Schreiben und Rechnen gelingen weitgehend altersgemäß. Schwierigkeiten treten meist nur punktuell auf und können mit nochmaligen oder anderen Erklärungen überwunden werden. Der Nachhilfeunterricht besteht in der Bewältigung des aktuellen Schulstoffs und anhand von Schulbüchern, Heftaufschrieben und Hausaufgaben.

Durchgeführt wird die Nachhilfe meist von älteren Schülern, Studenten oder (pensionierten) Lehrern mit gutem Wissen in den jeweiligen Nachhilfefächern.

Lerntherapie

Lerntherapie ist dann zielführend, wenn das Kind eine Lese-/Rechtschreibschwäche, eine Rechenschwäche, anhaltende Schwierigkeiten im Bereich des Lern- und Arbeitsverhaltens oder deutliche Probleme im Bereich der Aufmerksamkeit/Konzentration hat. Außerdem ist eine Lerntherapie sinnvoll, wenn wesentliche Lernvoraussetzungen, wie z. B. Grundlagen im Lesen und Rechnen, fehlen oder Nachhilfeunterricht aus anderen Gründen nicht ausreichend ist.

Lerntherapie richtet sich insbesondere an Kinder, denen Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen im Vergleich zu gleichaltrigen Kindern außergewöhnlich schwerfällt. Diese Probleme treten in der Regel bereits recht früh auf, z. B. beim Erlernen von Groß- und Kleinschreibung, kurzen und langen Vokalen oder bei der Addition im Zehner-Übergang. Da viele Kinder durch die Lernprobleme das Vertrauen in das eigene Können verloren haben, arbeiten Lerntherapeuten mit den Kindern zusätzlich an der Wiedergewinnung von Motivation und an der Stärkung des Selbstbewusstseins und dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Auch bei Aufmerksamkeitsstörungen ist meist ein gewöhnlicher Nachhilfeunterricht nicht ausreichend, da hier grundsätzlich erst mal ein neuer Arbeitsstil und der Umgang mit Fehlern erlernt werden muss.

Lerntherapeuten orientieren sich in der Regel nicht am aktuellen Schulstoff, da Kinder mit einem Bedarf in der Lerntherapie oft den Anschluss an diesen verloren haben und zuerst die Grundlagen (neu) aufgebaut werden müssen. Schwerpunkte der Therapie liegen im Bereich des Erwerbs der Schriftsprache, in der Förderung mathematischer Kompetenzen sowie im Training von Aufmerksamkeit und Konzentration. Jede Therapiestunde findet als Einzelförderstunde statt und wird individuell auf Grundlage des bisherigen Therapieverlaufs und der Therapieziele im Voraus geplant. Eine gute Lerntherapie kann deshalb nur von speziell geschulten Fachkräften durchgeführt werden. Die Lerntherapeuten und Lerntherapeutinnen verfügen in der Regel über einen Hochschulabschluss im Bereich Pädagogik oder Psychologie und einer umfassenden Weiterbildung im Bereich der integrativen Lerntherapie.

Wir helfen bei der Entscheidung

Sind Sie sich unsicher, was das Beste für Ihr Kind ist? Sprechen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gerne weiter, um die optimale Lösung für Ihr Kind zu finden!

Eine Checkliste kann helfen

- Bringen verstärktes Üben und Nachhilfe keinen Erfolg?

- Bestehen Wissenslücken in den Grundlagen von Mathe und Deutsch?

- Ist Ihr Kind oft traurig, zieht sich zurück oder fällt im Unterricht oft negativ durch Stören auf?

- Belastet die Schul- und Lernsituation die ganze Familie?

- Hat Ihr Kind keine Lust mehr auf Lernen und Schule?

- Wurde eine Lernstörung bei Ihrem Kind diagnostiziert?

Wenn Sie mehr als drei Frage mit JA beantwortet haben, ist Nachhilfe meist nicht ausreichend.

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