Klassenzimmer

Projekt Wiedeking-Stiftung

Die Wiedeking-Stiftung Bietigheim-Bissingen unterstützte in außerschulischer Projektförderung in Kooperation mit PTE und ASI bedürftige Kinder mit ADHS aus Bietigheim-Bissingen in ihrem familiären und schulischen Umfeld.

Projekt "ADHS-Kinder brauchen optimale Förderung"

Übergabe Scheck Wiedeking Stiftung

Durch die finanzielle Unterstützung der Wiedeking Stiftung wurde es der Akademie für sozialwissenschaftliche Innovation e. V. (ASI) in Kooperation mit der Pädagogisch Therapeutischen Einrichtung (PTE) Bietigheim-Bissingen möglich, dieses Projekt von Februar bis August 2010 für bedürftige Kinder/Jugendliche und deren Eltern anzubieten. Diese Kinder aus Bietigheim-Bissingen und Umgebung besuchen die Schule im Buch, eine Ganztagesschule mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung.

Problematik der von ADHS betroffenen Familien

Das Krankheitsbild Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung führt dazu, dass die betroffenen Kinder in der Schule deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, da sie durch ihre mangelnde Konzentrationsfähigkeit und oft auch eine extreme motorische Unruhe beeinträchtigt werden. Für die Lehrer(inn)en stellt es häufig eine große Belastung dar, mit verhaltensauffälligen, unmotivierten und störenden Schüler(inne)n im Klassenverband zu arbeiten. Eltern, deren Kinder an einer ADHS leiden, werden in ihrem Alltag mit deutlich erhöhten Anforderungen hinsichtlich der Betreuung und Erziehung konfrontiert.

Konzept von "ADHS-Kinder brauchen optimale Förderung"

Als Reaktion auf die oft schwierige soziale und schulische Integration von Kindern und Jugendlichen, die von einer ADHS betroffen sind, wurde inzwischen eine ganze Reihe von wirksamen, evaluierten Konzepten entwickelt. Diese Konzepte haben meist die Kinder, manchmal auch die Eltern, selten noch die Lehrer/-innen der öffentlichen Schulen im Fokus.
Das Projekt verfolgt nun die Idee, durch die spezifische Qualifizierung dieser unterschiedlichen Rollen- und/oder Funktionsträger sowie durch deren Vernetzung untereinander eine neue Qualität in dieser Arbeit zu etablieren, diese auszuwerten und im Anschluss an das Projekt systematisch weiterzuentwickeln - sodass schließlich ein Konzept vorliegt, das als Grundlage für künftige Förderkonzepte im Umfeld Schule und auch Jugendhilfe dienen kann.

Durchführung des Projekts

In Zusammenarbeit mit der kooperierenden Schule im Buch fand eine Lehrerfortbildung mit anschließendem Coaching statt, um die Lehrkräfte künftig darauf vorzubereiten, adäquat auf betroffene Schüler(inn)en zu reagieren. Weiter wurden Kinder und Jugendliche mit dem Verdacht auf ADHS diagnostisch untersucht. Bei Bestätigung des Krankheitsbildes wurde eine Kleingruppe zusammengestellt und ein spezielles Gruppentraining durchgeführt. Dieses Training hatte zum Ziel, eine verbesserte Steuerung der Aufmerksamkeit zu erreichen. Abschließend wurden auch die Eltern pädagogisch begleitet und geschult, um eine Verbesserung des Familienklimas zu erreichen, den Alltag besser bewältigen zu können und eine optimale Förderung ihrer Kinder hinsichtlich derer Entwicklungsmöglichkeiten zu erreichen.

Gerne erteilen wir weitere Auskünfte zu diesem Projekt. Hierfür können Sie sich an Frau Hanselmann-Jüttner (s.hanselmann-juettner@pte.de ) wenden.

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