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Ohne Motivation geht es nicht! Motivation in der Lerntherapie

Motivation ist ein Thema, das sich durch das ganze Leben zieht. Gerade in der Lerntherapie spielt es eine besondere Rolle. Kinder, die Teilleistungsschwächen wie eine Lese-/Rechtschreib- oder eine Rechenschwäche haben, sind eher unmotiviert, wenn es um zusätzliches Lernen geht. Schließlich geht kaum ein Kind gern zu zusätzlichen Unterrichtseinheiten – und das auch noch in seiner Freizeit. Außerdem vermeiden sie es, sich mit ihren Schwächen zu beschäftigen. Viele Kinder sind zudem geprägt von schulischen Misserfolgen und dem Wissen, dass das Lernen bisher auch nichts gebracht hat.

Eigenmotivation wecken

Wenn Kinder zu Beginn der Lerntherapie von ihren Eltern geschickt werden, um fehlende Inhalte aufzuarbeiten oder Schwächen zu vermindern, ist ihre Motivation meist begrenzt. Daher ist es ein wichtiges Ziel in der Lerntherapie, die Kinder wieder neu zu begeistern und zu motivieren! Jedes Kind hat etwas anderes, das es antreibt. Im Mittelpunkt der Motivation in der Lerntherapie steht daher das Herausfinden des jeweiligen Motors, der die Motivation steigert. Im Gegenzug muss allerdings auch herausgefunden werden, was die Kinder demotiviert und es muss versucht werden, das auszuschalten.

So geht Motivation

Katharina, 8 Jahre: „Lesen ist doof! Obwohl ich zu Hause mit Mama so viel übe, lesen die anderen Kinder aus meiner Klasse viel besser und manche lachen mich sogar aus.“

Die Lerntherapeuten der PTE wissen, mit welchen frustrierenden Erlebnissen die Kinder oftmals in der Schule konfrontiert sind. Sie sind deshalb besonders darauf geschult, Motivation bei den Kindern zu wecken und somit ein positives Lernklima zu schaffen, das zum gewünschten Lernerfolg führt. Die folgenden Punkte helfen den PTE-Fachkräften dabei.

1) Schaffung eines vertrauten Ortes: Die Therapeuten gehen wertschätzend mit den Kindern und Jugendlichen um und bauen Vertrauen auf. Das schafft eine angenehme Atmosphäre, die das Lernen erleichtert.

2) Definition von Zielen: Das äußere Ziel wird von den Eltern/Lehrern vorgegeben, z. B. Verbesserung der Leseflüssigkeit.

3) Gemeinsames Erarbeiten von Unterzielen mit dem Kind: Wichtig sind hier gut erreichbare Ziele für das Kind. Diese werden gemeinsam erarbeitet. Das eigene Ziel motiviert mehr als ein fremdes. So können frühzeitig erste Erfolgserlebnisse erzielt werden, die wiederum neu motivieren.

4) Vertrauen gibt Kraft: Das Vertrauen der Eltern in ihr Kind wird unterstützt! Denn das Kind wird es schaffen – in seinem eigenen Tempo. Durch das Vertrauen der Eltern wird das Kind noch mal gestärkt in seinen Bemühungen.

5) Belohnung als Anreiz bei Anfangsschwierigkeiten: Bei manchen Kindern helfen Belohnungen. Dabei genügen oft eine Kleinigkeit und zusätzliche Zeit, die es dabei bewusst mit den Eltern verbringen kann, etwa beim Eisessen oder einem Kinobesuch.

6) Üben von angsteinflößenden Situationen: Mit dem Kind werden angsteinflößende Situationen, z. B. Referate, nachgestellt. Es wird besprochen, wie es sich bisher gefühlt hat (ängstlich, unsicher) und wie es sich in Zukunft gern fühlen möchte (selbstbewusst, gut vorbereitet, ruhig). Die unangenehme Situation wird dann mit dem neuen Gefühl durchgespielt und dem Kind gezeigt, wie es dieses gute Gefühl aus der Übungssituation in eine reale Situation mitnehmen kann.

7) Hilfestellung durch Eltern: Eltern sollen realistische Ziele und Erwartungen an das Kind haben und auch das Erreichen kleiner Ziele honorieren. Auch bereits die Bereitschaft zum zusätzlichen Lernen ist ein Lob wert!

8) Unterstützung durch Lehrer: Machbare Ziele mit dem Fachlehrer definieren.

Mission Motivation erfolgreich geglückt!

Paul, 10 Jahre: „Vor Referaten stelle ich mir vor, dass ich Superman bin und Superkräfte habe. Ich habe mit meiner Lerntherapeutin geübt, wie ich mich bei Referaten fühlen soll: gut vorbereitet, stark und unbesiegbar – wie Superman eben. Das macht mir Mut und hilft mir.“

Foto Schreiberlinge

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