Lernblockaden

Lernblockaden - was hilft gegen Frust und Stress?

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Frustration beim Lernen kann jeden treffen. Doch das Gefühl von Frust ist kein Versagen, sondern oft ein Signal, das wir ernst nehmen sollten!

Was sind Lernblockaden?

Lernblockaden entstehen häufig, wenn Kinder sich überfordert fühlen, Angst vor Fehlern haben oder den Sinn des Lernstoffs nicht erkennen. Stress, Zeitdruck oder hohe Erwartungen – von außen oder an sich selbst – verstärken diese Blockaden zusätzlich.

Für Eltern ist es wichtig, zunächst Ruhe in die Situation zu bringen. Verständnis und Ermutigung helfen mehr als Druck oder Vergleiche. Fragen wie „Was fällt dir gerade besonders schwer?“ oder „Wobei brauchst du Unterstützung?“ öffnen den Raum für Gespräche und zeigen dem Kind: Ich werde gesehen und ernst genommen.

Unsere Tipps und Tricks, um wieder Freude ins Lernen zu bringen:

  • Kleine Schritte statt Perfektion: 10 Minuten Lernen sind besser als nichts. Motivation kommt oft nach dem Start.
  • Blockade? Thema wechseln! Kurz ein anderes Fach oder eine andere Aufgabe bearbeiten hilft oft.
  • Laut denken hilft: Erklären, was man gelernt hat – Eltern zuhören lassen oder laut sprechen.
  • Den Druck herausnehmen: Noten sind wichtig – aber nicht wichtiger als Gesundheit und Selbstwert.
  • Hilfe annehmen ist Stärke: Nachfragen, Lernhilfe nutzen oder zur Lerntherapie zu gehen ist klug, nicht schwach.
  • Lernen ist kein Wettbewerb: Jedes Kind lernt im eigenen Tempo. Individuelles Tempo statt Vergleiche – für mehr Selbstvertrauen und Motivation.
  • Eine Portion Spaß: Lernen muss nicht bitterernst sein! Versuchen Sie bewusst Lacher einzubauen, z. B. beim Lesen seltsame Sätze zusammen zu bauen oder beim Rechnen zu wetteifern, wer die höchste Zahl errechnet.
  • Sinn erkennen: Zeigen sich Lernfortschritte als sinnvoll für den Alltag, erleichtert das das Lernen ungemein! Z. B. wenn das Kind geheime Botschaften lesen/schreiben kann oder seinen Alltag dank der Uhrzeiten selbst planen kann.

Außerdem helfen regelmäßige Pausen, kleine Lernportionen und realistische Ziele, den Frust zu reduzieren.

Unsere Lieblingsübung ist übrigens die, beim Lesen langweiliger Sätze, Witze einzubauen und Quatschsätze daraus zu machen. Mit einem Lachen auf den Lippen, macht das Üben gleich viel mehr Freude!

Wenn nichts mehr hilft

Wenn Frust und Stress dauerhaft anhalten, kann es sinnvoll sein, gemeinsam mit Lehrkräften oder Fachpersonen nach weiteren Ursachen und Lösungen zu suchen. Auch die Beratung bei der PTE ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Denn mit der passenden Unterstützung lassen sich Lernblockaden lösen – und Lernen kann wieder Zuversicht statt Druck vermitteln.

PTE-Redaktion: Manuela Bonfiglio

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