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Neues Schuljahr: Gut motiviert ist halb gewonnen!

Das neue Schuljahr ist nun auch schon wieder einige Wochen alt. Die ersten Klassenarbeiten wurden geschrieben und der Schulalltag hat sich wieder eingependelt. Wie es läuft, hängt von vielen Dingen ab: Wurde die Schule gewechselt? Haben die Kinder neue Lehrerinnen und Lehrer bekommen? Gab es neue Schulfächer? All das und noch viel mehr sind Rahmenbedingungen, die Schülern das Lernen erleichtern, aber auch erschweren können.

Steigende Anforderungen in den Übergängen

Besonders in den Übergängen von Klasse 2 zu Klasse 3 oder auch von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen steigen die Anforderungen deutlich. Innerhalb der Grundschule ist der Übergang in die dritte Klasse von durchgehender Benotung in nun allen Fächern begleitet, was für viele eine beachtliche Umstellung darstellt.

Auch der Übergang in die weiterführende Schule stellt die Schüler vor große Herausforderungen: Nicht nur, dass auf einmal die Schule deutlich größer ist als bisher. Auch, dass aus einer überschaubaren Anzahl von Lehrern auf der Grundschule nun wechselnde Lehrer in allen Fächern werden, macht vielen Kindern erst mal zu schaffen. Auch die Anzahl der Fächer steigt rasant an. Um in der weiterführenden Schule gut bestehen zu können, wird auf einmal ein hohes Maß an Eigeninitiative beim Lernen und bei den Hausaufgaben erwartet. Die Motivation ist bei den Kindern anfangs noch recht groß; gleichzeitig steigen aber auch die Erwartungen im Umfeld. Wichtig ist hierbei, das Lernen neu zu organisieren, damit die Motivation auch bestehen bleibt.

Text- und Transferaufgaben gut bewältigen

Ein großes Thema sind auch Text- und Transferaufgaben. Bei den mathematischen Textaufgaben geht es insbesondere darum, dass wichtige Hinweise aus Texten herausgelesen und verwendet werden können. Transferaufgaben verlangen von den Schülern, dass gelerntes Wissen umgesetzt und auf andere Bereiche übertragen (transferiert) werden kann.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Hirnleistung von Kindern

Sowohl Text- als auch Transferaufgaben erfordern von den Schülern ein hohes Maß an Merkfähigkeit und Hirnleistung. Studien und die wissenschaftliche Forschung haben hier aber bereits gezeigt, dass bestimmte Denkmöglichkeiten erst ab einem bestimmten Alter möglich sind. So sind im Alter von sechs bis elf Jahren eine schnellere Informationsverarbeitung und verbesserte Gedächtnisleistungen bemerkbar. Die Konzentrationsspanne nimmt mit zunehmendem Alter weiter zu und die Kinder können Verständnis über die eigenen kognitiven Kompetenzen und Funktionsweisen entwickeln. Ab dem Alter von zwölf Jahren geht man dann von einer sich ändernden Struktur der neuronalen Systeme aus. Viel genutzte Verbindungen zwischen den Nervenzellen nehmen dabei zu, wenig genutzte Verbindungen werden eliminiert. Dadurch entstehen Veränderungen und Verbesserungen hinsichtlich Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis sowie abstraktem und metakognitivem Denken. Wichtig ist hierbei, dass nicht alle Hirnareale gleichzeitig ausreifen: Zuerst entwickeln sich basale Funktionsweisen (Sprache und räumliche Orientierung), danach folgt die motorische Koordination und am Schluss folgen exekutive Funktionen wie Selbststeuerung und Handlungsplanung sowie die Fähigkeit der Selbstreflexion, da heißt das Nachdenken über sich selbst.

Stolpersteine: Wie gut sind die Kinder gerüstet, mit steigenden Anforderungen umzugehen?!

Mit dem Wachstum steigen auch die Möglichkeiten, den fortlaufenden Anforderungen gerecht zu werden. In der Regel ist dies auch alles gut zu schaffen. Probleme sind allerdings meist da zu erwarten, wo Schüler sowieso schon Probleme haben. Hat ein Kind also bereits bekannte Schwierigkeiten in Mathe oder Deutsch oder bestehen bereits Lücken in den Grundlagen von Lesen, Schreiben oder Rechnen, ist nicht zu erwarten, dass sich diese Defizite von alleine auflösen. Im Gegenteil: Hier besteht die Gefahr, dass sich vorhandene Defizite sogar noch vergrößern und sich die Lernprobleme auf weitere Fächer ausweiten. Das Kind hat schon Probleme im Lesen und Schreiben im Fach Deutsch?! Nun kommt ab der weiterführenden Schule auch noch das Fach Englisch dazu. Das Kind hat nun bereits zwei Fächer, in denen die Startvoraussetzungen schlecht sind. Die Motivation, die am Anfang noch vorhanden ist, sinkt rapide ab und ein Lern- und Schulteufelskreis kann die Folge sein.

Unser Rat

Die Anfangsmotivation nutzen und damit arbeiten! Das Kind durch Unterstützung beim Lernen gut auf den richtigen Weg bringen. Oftmals hilft es, den Kindern in den weiterführenden Schulen mit Tipps zu Lernstrategien und zur Lernorganisation zur Seite zu stehen: zum Beispiel Wochenpläne zu erstellen, einen Klassenarbeitskalender aufzuhängen und die entsprechende Vorbereitungszeit dafür einzutragen oder effektives Lernen mit allen Sinnen zu trainieren.

Sollten sich bei Ihrem Kind bereits größere Defizite am Anfang des Schuljahrs bemerkbar machen: Bitte zögern Sie nicht, sich fachliche Unterstützung zu holen, bevor sich die Probleme ausweiten! Mit den Lerncoaching-Angeboten der PTE können wir auch Ihrem Kind helfen! Lerncoaching hilft den Kindern dabei, eine selbstständige Lernorganisation zu entwickeln und sinnvolle Lernstrategien und Lerntechniken anzuwenden. Dadurch gelingt es, Lernstress bei den Kindern abzubauen und die Motivation in Sachen Schule, Hausaufgaben und Lernen zu steigern. Alle angewandten Methoden basieren auf wissenschaftlich fundierten Methoden und werden in der PTE seit fast 25 Jahren erfolgreich angewandt.

Quellen:

https://www.zg.ch/behoerden/direktion-fur-bildung-und-kultur/schulinfo/fokus/entwicklungspsychologie-2014-was-wann, Schneider, W., & Lindenberger, U. (2012). Entwicklungspsychologie. Weinheim: Beltz., Schenk-Danzinger, L. (2006). Entwicklungspsychologie. Wien: G&G Verlagsgesellschaft mbH.GeoWissen 2006

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