Schüler arbeitet im Homeschooling am Laptop

Gedanken eines Schülers zum Homeschooling in der Corona-Krise

Auch an den Kindern geht die aktuelle Situation nicht spurlos vorbei. Wie sie das empfinden können, zeigt der nachfolgende Bericht eines Achtklässlers mit Lese-/Rechtschreibschwäche über seine Erfahrungen mit Homeschooling in Corona-Zeiten. Von Adrian, 8. Klasse (Name v. d. Red. geändert)

Wie gehen Lehrer mit dem Online-Unterricht um?

In dieser schwierigen Zeit mit Corona gibt es viele Probleme, die gelöst werden müssen. Eines davon ist: Wie gehen Lehrer mit dem Online-Unterricht um? Soll man den Schülern einfach nur Texte geben und sie sollen es selbst lernen oder wäre es besser, wenn man den Schülern Erklärvideos gibt?

Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass man die Themen in Mathe z. B. durch Erklärvideos viel leichter versteht, denn dort werden die Sachen bildlich dargestellt. Denn sehr oft passiert es, dass viele Lehrer nur Arbeitsblätter ausgeben. Dann sollen wir diese einfach nur bearbeiten und dann zurückgeben.

Aber das größere Problem ist, dass man in dieser Zeit keine Arbeiten schreiben kann und man nicht wirklich viel neuen Stoff machen kann.

Großes Problem: fehlende PCs oder Drucker

Mancher Schüler hat auch noch andere Probleme. So haben manche Familien nur einen Laptop oder PC und wenn mehrere Familienmitglieder diesen nutzen müssen, gibt es ein Problem.

Noch größer ist das Problem, wenn eine Familie gar keinen PC, Laptop oder Drucker hat.

Aber ich denke, am schlimmsten ist, dass sehr viele Lehrer nicht mit dem Computer und der Technik umgehen können. So verstehen manche Lehrer nicht, wie man zum Beispiel eine Aufgabe hochlädt oder wie man eine E-Mail schreibt. So hatten wir letztes Jahr eine Lehrerin, die vermutlich keine E-Mails schreiben konnte. Denn wenn man ihr eine E-Mail geschrieben hat, hat sie nicht darauf geantwortet. Sie hat immer noch, wenn sie den Eltern etwas mitteilen wollte, einen Hausaufgabeneintrag gemacht. Ich denke, dass man sowas vielleicht in der Grundschule machen kann, aber nicht in der achten Klasse.

In Deutschland aber ist allgemein ein Problem, dass die Schulen nicht mit der neuesten Technik ausgestattet sind und wenn man die Ausstattung mal hat, wird sie sehr selten genutzt.

Viel Ablenkung zu Hause

Sehr oft passiert auch, dass die Schüler beim Homeschooling von ihrer Familie oder anderen Dingen abgelenkt werden. So ist es bei mir zum Beispiel so, dass meine Eltern in mein Zimmer kommen und mich auf irgendein Thema ansprechen oder mir sagen, ich soll essen kommen oder andere Sachen machen.

Aber ein anderes Problem zu Hause ist, dass man zum Beispiel keine Pausen hat und dann arbeitet man vielleicht drei oder vier Stunden durch. So passieren dann bei den Aufgaben viel leichter Fehler.

Fazit und Verbesserungsvorschlag

Insgesamt finde ich, dass das Homeschooling ansatzweise okay funktioniert. Denn unsere Schule hat das eigentlich sehr gut hinbekommen, denn wir bekommen unsere Aufgaben über das Internet und können sie dort wieder abgeben.

Der einzige Verbesserungsvorschlag wäre, dass die Lehrer vielleicht Lernvideos hochladen. Dann wären zum Beispiel Mathe, Physik und Chemie leichter zu verstehen.

Anmerkung der Redaktion

Dieser Bericht stammt von einem Jugendlichen, der aufgrund einer Lese-/Rechtschreibschwäche in einer Einrichtung PTE betreut wird. Aufgrund der Lesbarkeit wurden Rechtschreibung und Kommata korrigiert. Der ursprüngliche Text wurde aufgrund der Authentizität weitestgehend unverändert übernommen.

Vielen Dank an Adrian aus der 8. Klasse eines Gymnasiums: Deinen Namen haben wir aus Datenschutzgründen geändert, aber du weißt sicher, dass wir DICH meinen :o)

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