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Faktoren des Lernerfolgs erkennen und beeinflussen

Eine gute Ausbildung und eine förderliche Umgebung sind für Kinder wichtig, damit sie eine zu ihren Fähigkeiten und Eigenschaften passende Ausbildung absolvieren können. Doch es gibt viele Gegebenheiten, die das erschweren können. Dazu gehören zum Beispiel die Unterschiede der einzelnen Schüler, wie zum Beispiel ihr Wissen. Doch es wirken noch weitere, externe Faktoren auf Schüler und ihr Lernverhalten ein: Schulleben, Freizeitverhalten und Elternhaus.

Drei Faktoren: Schule, Freizeit und Elternhaus

Die Unterschiede der einzelnen Schüler, wie ihr Lernverhalten oder ihr Wissen, haben großen Einfluss auf das Lernen. Innerhalb des Schulsystems wird von den Lehrkräften versucht, auf diese Unterschiedlichkeiten einzugehen. Außerhalb des Schullebens wirken Faktoren wie Elternhaus und Freizeitverhalten auf die Schüler ein und können zum Beispiel von Eltern oder Freunden beeinflusst werden.

Im Folgenden werden alle drei externen Faktoren näher beleuchtet und mögliche Anregungen abgeleitet.

Faktor Schule

In der Vorstellung der Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von 2018 wurde erneut darauf hingewiesen, dass der Bildungsstand und das Einkommen der Eltern bei einem großen Prozentsatz der Schüler die Schullaufbahn nachhaltig beeinflussen. So hängt beispielsweise die alltagsmathematische Kompetenz mit dem sozioökonomischen Hintergrund zusammen. Auch der Leistungsunterschied im Bereich Naturwissenschaften beträgt zwischen Schülern gleichen Alters im Durchschnitt drei Schuljahre. Der Bildungsdirektor des OECD, Schleicher, fordert daher mehr Mittel für benachteiligte Schüler, damit diese bereits im Unterricht rechtzeitig und nachhaltiger gefördert werden können.

Faktor Freizeit

Laut einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigen sich Unterschiede zwischen den Kindern, die in ihrer Freizeit wöchentlich Sport und Musik einbauen und den Kindern, deren Freizeitverhalten sich eher auf Medienkonsum konzentriert. So sei der Leistungsstand von Mathematik und Deutsch aufgrund der Freizeitgestaltung sehr unterschiedlich, während die Familienform sich nicht signifikant auswirke. Da Sport und Musik zu den kostspieligeren Freizeitaktivitäten zählen, scheint auch hier der sozioökonomische Hintergrund durch. Der IW schlägt daher vor, dass der sportliche und musische Bereich insbesondere in die Ganztagesbetreuung integriert wird.

Faktor Elternhaus

Auch das Elternhaus muss unterstützend einwirken. Doch oft stellt sich die Frage, was Eltern tun können, um ihre Kinder zu unterstützen. Betrachtet am Beispiel „Lesen“: Die Lesefähigkeit und das Leseverständnis sind wichtig für alle Fächer und damit das gesamte Schulleben. Hilfreich ist es hier, ein Lesevorbild zu sein und tägliches Lesen als eine positive Zeitbeschäftigung zusammen mit dem Kind zu erleben. Auch späteres Reden mit dem Kind über den Inhalt des Gelesenen hilft bei der Entwicklung des Leseverständnisses. Doch Eltern können nicht alleine die Schwierigkeiten in der Schule auffangen. Daher müssen auch hier andere Angebote erfolgen. Je nach den Leseschwierigkeiten sollten die Schüler angemessen und individuell unterstützt werden.

Wenn mehr dahintersteckt ...

Für Kinder, die stärkere Lernschwierigkeiten wie Dyskalkulie, Dyslexie oder eine Aufmerksamkeitsproblematik haben, wird mehr Unterstützung benötigt. Hier reicht der Einfluss der „normalen Faktoren“ nicht aus und meist kann nur mit Hilfe einer entsprechenden Lernförderung eine Besserung erzielt werden. Damit jedes Kind die gleiche Chance auf Bildung hat, kann eventuell eine Lerntherapie in der Ganztagesschule verankert werden.

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